Es ist eine dieser stillen Leidenschaften, die mit einem einzelnen Funken beginnt – und sich unaufhaltsam zu einem ganzen Universum ausdreht. Ein Funke, der 2009 in Golaten, im Seeland, übersprang, als Daniel Mäder seinen persönlichen Heiligen Gral in Empfang nahm: einen Nissan Skyline R34 GTR, direkt aus Japan importiert. Man kann sich den Moment fast vorstellen – das erste Aufheulen des Sechszylinder-Reihenmotors, die Hand auf dem lackierten Blech, der Geruch von ferngetrockneter Luft unter der Motorhaube. Aus diesem Traum ist eine Institution geworden: die Japanese all Stars GmbH.

Hinter den Toren der Werkstatt in Kallnach stehen keine gesichtslosen Händler, sondern zwei Menschen, für die japanische Sportwagen weit mehr sind als eine Einkommensquelle. Daniel Mäder, gelernter Mechaniker und Werkstattleiter aus Leidenschaft, hat seine Finger über Jahre hinweg an den filigranen und doch robusten Technologien von Nissan geschult. Er versteht nicht nur die Mechanik; er spürt die DNA dieser Fahrzeuge. Ihm zur Seite steht Corinne Bühlmann, die das administrative Rückgrat des Unternehmens bildet, die Fäden in der Hand hält und dafür sorgt, dass die Seele der Marke auch im Papierkrieg nicht verloren geht. Gemeinsam haben sie ein Kleinunternehmen geschaffen, das in der Schweizer Szene seinesgleichen sucht: eine Adresse, die brüllende Legenden aus Japan auf die hiesigen Strassen bringt – und sie dort hält.


Das Herzstück des Angebots schlägt im Dreiklang von Import, Ersatzteilen und Service. Wenn Sie sich fragen, wie ein Nissan Silvia S15 oder ein Skyline R34 GTT Sedan den Weg in die Schweiz findet – die Antwort lautet: über Daniel und Corinne. Die beiden haben sich auf die Beschaffung von Fahrzeugen und Original- sowie Anbauteilen direkt aus Japan spezialisiert. Doch damit hört es nicht auf. Der oft zermürbende Weg zur Schweizer Strassenzulassung mit all ihren Tücken und dem berüchtigten DTC-Verfahren wird hier zur Routine. Das Unternehmen fungiert als offizielle Vertretung für Überseemodelle und als offizieller Subdealer in der Schweiz. Der Mehrwert für den Kunden liegt auf der Hand: Er muss nicht selbst durch den bürokratischen Dschungel waten oder auf dem internationalen Gebrauchtmarkt nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen. Er bekommt die Expertise aus erster Hand – inklusive der Gewissheit, dass die Teile und das Wissen aus der gleichen Quelle stammen, aus der die Legenden selbst kommen.
Liebe zum Detail: Die Philosophie der kleinen Fläche
Was die Japanese all Stars GmbH von grossen Importketten unterscheidet, ist die feinfühlige Hingabe zum Detail. Daniel Mäder und Corinne Bühlmann verstehen sich nicht als reine Dienstleister, sondern als Bewahrer einer Automobilkultur. Sie wissen, dass ein Kunde mit einem R34 nicht einfach ein Problem löst, sondern eine Leidenschaft pflegt. Diese Haltung spiegelt sich in der Arbeit wider – von der präzisen Reparatur bis zur Beschaffung eines seltenen Spoilerkits. Die Werkstatt in Kallnach ist ein Ort, an dem nicht die Stückzahl zählt, sondern die Qualität des Ergebnisses. Es geht darum, das Raunen eines RB26-Motors zu bewahren, die perfekte Linie einer Karosserie zu erhalten oder einem Oldtimer aus dem Land der aufgehenden Sonne ein zweites Leben in den Schweizer Alpen zu schenken.



Ein Gruß aus dem Seeland
Die Japanese all Stars GmbH ist mehr als nur ein Unternehmen. Es ist das Ergebnis eines Versprechens, das sich zwei Enthusiasten selbst gegeben haben: ihre Leidenschaft nicht nur zu leben, sondern weiterzugeben. Wer sich auf den Weg nach Kallnach macht, der trifft auf Wissen, das nicht nur gelesen, sondern erlebt wurde. In einer Zeit, in der die Automobilwelt zunehmend digitaler und unpersönlicher wird, erinnert dieser Betrieb im Seeland daran, dass die besten Geschichten immer noch dort geschrieben werden, wo Menschen mit öligen Fingern über lackiertem Stahl beugen. Es sind Orte wie dieser, die das Herz der Schweizer Automobilbranche am lautesten schlagen lassen.
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