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Carsharing in der Schweiz: Wie geteilte Autos den Alltag revolutionieren
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Carsharing in der Schweiz: Wie geteilte Autos den Alltag revolutionieren

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Mit über 500'000 Nutzern ist die Schweiz weltweit führend im Carsharing. Entdecken Sie die besten Anbieter und sparen Sie Hunderte Franken pro Monat.

Stellen Sie sich vor, Sie bezahlen für Ihr Auto nur dann, wenn Sie es wirklich brauchen – keinen Wertverlust, keine teuren Reparaturen, keine Parkplatzsorgen. In der Schweiz ist diese Vision längst Realität, und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit über 500'000 registrierten Nutzern und einem Wachstum von 50 Prozent in fünf Jahren hat sich die Schweiz zur globalen Carsharing-Hochburg entwickelt. Kein anderes Land in Europa bietet ein derart dichtes Netz an geteilten Fahrzeugen. Was einst als Nischenangebot für Öko-Pioniere galt, ist heute ein fester Bestandteil der urbanen Mobilität – und verändert unseren Alltag nachhaltiger, als viele denken.

Warum die Schweiz zur globalen Carsharing-Hochburg wurde

car sharing parking switzerland

Die Schweiz hat ideale Voraussetzungen für Carsharing: Hohe Fahrzeugkosten, dichte Städte und ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein treiben die Nachfrage. Der durchschnittliche Schweizer Haushalt gibt für ein eigenes Auto rund 800 Franken pro Monat aus – inklusive Versicherung, Steuern, Service und Wertverlust. In Grossstädten wie Zürich, Basel oder Genf kommen horrende Parkplatzkosten hinzu. Mobility Carsharing, die älteste und grösste Anbieterin der Schweiz, bietet an über 2'000 Standorten mehr als 3'000 Fahrzeuge an – das dichteste Netz weltweit. Kein Wunder, dass die Genossenschaft allein in den letzten fünf Jahren über 100'000 Neukunden gewinnen konnte.

Laut einer Studie des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) ist die Schweiz europäischer Spitzenreiter, gemessen an der Anzahl Carsharing-Fahrzeuge pro Einwohner. Das liegt auch an den hohen Kosten des Individualverkehrs: Wer in der Stadt wohnt und sein Auto nur selten nutzt, spart mit Carsharing bares Geld. Zudem fördert die Politik den Trend – viele Gemeinden stellen spezielle Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung und subventionieren Anbieter. Der Erfolg ist messbar: In den fünf grössten Städten der Schweiz hat sich die Zahl der Carsharing-Nutzer seit 2018 verdoppelt.

Die grössten Anbieter im Vergleich: Mobility, ShareNow und Catch-a-Car

Mobility Genossenschaft – der unangefochtene Marktführer

Mobility ist das Schweizer Original und mit über 300'000 Kunden die Nummer eins. Das stationsbasierte Modell funktioniert einfach: Man bucht online oder per App ein Fahrzeug an einer festen Station, holt es ab und stellt es nach der Fahrt wieder dort ab. Das Angebot reicht vom Kleinwagen wie dem VW up! bis zum geräumigen VW Caddy für den Umzug. Mobility deckt die ganze Schweiz ab – auch in ländlichen Gebieten sind Stationen vorhanden. Die Preise sind fair: Eine Stunde kostet ab 2.50 Franken, inklusive Treibstoff und Vollkaskoversicherung.

ShareNow – stationsloses Carsharing in den Grossstädten

ShareNow (ehemals Car2Go und DriveNow) setzt auf das stationslose Prinzip: Die Autos stehen nicht an festen Stationen, sondern dürfen innerhalb eines definierten Stadtgebiets (Zürich, Basel, Genf) überall abgestellt werden. Per App findet man das nächstgelegene Fahrzeug, öffnet es per Smartphone und fährt los. Der Vorteil: maximale Flexibilität, ideal für spontane Fahrten. Der Nachteil: Das Angebot beschränkt sich auf Grossstädte, und die Preise sind etwas höher als bei Mobility. ShareNow fährt vor allem kleine Elektroautos wie den Smart EQ ForTwo und den Renault Twingo Electric.

Catch-a-Car von SBB – der Pendler-Liebling

Catch-a-Car ist die Carsharing-Offensive der SBB und an über 500 Bahnhöfen in der ganzen Schweiz präsent. Das Konzept ist clever: Man kombiniert die Bahnreise mit einem Mietauto für die letzte Meile. Über 500 Fahrzeuge stehen bereit, darunter viele Elektroautos wie der VW ID.3 und der Renault Zoe. Die Buchung erfolgt über die SBB-App, die Abrechnung minutengenau. Catch-a-Car ist ideal für Pendler, die vom Bahnhof nach Hause oder ins Büro fahren müssen. Die Preise starten bei 32 Rappen pro Minute, inklusive Strom und Versicherung.

Carsharing vs. Eigenauto: Kosten und Nutzen für Schweizer Haushalte

Der finanzielle Vergleich ist eindeutig: Ein eigenes Auto kostet einen Durchschnittshaushalt zwischen 800 und 1'000 Franken pro Monat. Das zeigen Berechnungen des TCS und des Auto Clubs der Schweiz. Carsharing hingegen schlägt bei gelegentlicher Nutzung mit rund 200 bis 300 Franken pro Monat zu Buche. Die Rechnung ist simpel: Wer weniger als 10'000 Kilometer pro Jahr fährt, fährt mit Carsharing günstiger – und das ohne Fixkosten, die ohnehin anfallen, ob das Auto bewegt wird oder nicht.

  • Eigenauto-Kosten im Detail: Fixkosten wie Versicherung (ca. 100–150 CHF/Monat), Steuern (50–80 CHF), Parkplatz (100–300 CHF in Städten), Wertverlust (300–500 CHF) – plus variable Kosten für Treibstoff, Service, Reifen. Total: 800–1'000 CHF.
  • Carsharing-Kosten: Mobility-Tagespauschale ab 45 CHF, Stundenpreise ab 2.50 CHF (inkl. Treibstoff/Versicherung). Bei 5 Fahrten pro Monat à 50 km entstehen Kosten von etwa 200 CHF. Zusätzlich gibt es günstige Jahresabos (z.B. Mobility Basic für 50 CHF/Jahr) und Kombi-Angebote mit dem ÖV.
  • Studie des TCS: Bei weniger als 10'000 km/Jahr ist Carsharing finanziell vorteilhaft. Wer sein Auto häufiger nutzt oder auf dem Land wohnt, fährt mit einem eigenen Gefährt oft günstiger – doch selbst dann bieten Carsharing-Anbieter auch Vielfahrertarife an.

Der Nutzen geht aber über reine Kostenersparnis hinaus: Keine Werkstatttermine, keine Reifensorge, keine Parkplatzsuche. Und für Haushalte mit zwei Autos kann der Umstieg auf ein Carsharing-Fahrzeug das Zweitauto ersetzen und Tausende Franken pro Jahr sparen.

Elektro-Carsharing: Ein Boom in der Schweiz

Die Schweiz hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt – und Carsharing ist ein wichtiger Hebel, um die Mobilität zu dekarbonisieren. Mobility bietet bereits über 50 Prozent Elektrofahrzeuge an, Tendenz steigend. In den Städten Zürich, Basel und Genf sind fast alle Neufahrzeuge elektrisch. Catch-a-Car setzt fast ausschliesslich auf E-Autos, vor allem VW ID.3 und Renault Zoe. ShareNow ergänzt die Flotte mit Smart EQ ForTwo und Fiat 500 E.

Die Ladeinfrastruktur wächst rasant: An allen Mobility-Stationen gibt es Ladestationen, oft in Kooperation mit Energieversorgern wie ewz (Zürich) oder BKW (Bern). Viele Stationen sind mit Schnellladern ausgestattet, sodass die Fahrzeuge innerhalb weniger Stunden wieder einsatzbereit sind. Für die Nutzer ist das Laden in der Regel im Preis inbegriffen – sie müssen sich um nichts kümmern. Das macht Elektro-Carsharing besonders attraktiv für Stadtbewohner, die zu Hause keine Lademöglichkeit haben.

  • Vorteile für die Umwelt: Elektro-Carsharing reduziert den CO₂-Ausstoss pro Kilometer um bis zu 70 Prozent gegenüber einem Verbrenner. Wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt (was in der Schweiz meist der Fall ist), ist die Fahrt nahezu emissionsfrei.
  • Praktische Tipps: Achten Sie bei der Buchung auf den Ladestand – die Apps zeigen an, wie weit die Batterie geladen ist. Planen Sie für längere Fahrten einen Ladestopp ein; viele Stationen liegen in der Nähe von Autobahnen.
  • Zukunftstrend: Immer mehr Gemeinden schreiben bei Ausschreibungen für Carsharing-Konzessionen einen Mindestanteil an Elektrofahrzeugen vor. Bis 2030 werden fast alle Carsharing-Autos in der Schweiz elektrisch sein.

Die demografische Verschiebung: Junge und urbane Nutzer dominieren

young people using car sharing

Eine Studie der ETH Zürich zeigt: Die 18- bis 35-Jährigen nutzen Carsharing dreimal häufiger als die über 50-Jährigen. In Städten wie Zürich, Basel und Genf verzichten bereits 40 Prozent der 25- bis 35-Jährigen auf ein eigenes Auto. Stattdessen setzen sie auf multimodale Mobilität: die SBB für die Langstrecke, Velo für die Kurzstrecke, und Carsharing für jene Fahrten, für die man ein Auto braucht – zum IKEA-Besuch, zum Ausflug ins Grüne oder für den Umzug.

Multimodalität als neuer Standard

Die jungen Stadtbewohner kombinieren verschiedene Verkehrsmittel nahtlos per App. Die SBB-App zeigt nicht nur Zugverbindungen, sondern auch die nächstgelegenen Carsharing- und Veloverleih-Stationen. Mobility und Catch-a-Car sind dort integriert, ebenso wie der E-Scooter-Verleih. Diese Vernetzung macht den Autobesitz überflüssig. Die ETH-Studie belegt: Multimodale Nutzer legen pro Jahr 20 Prozent mehr Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück als Autobesitzer – und nutzen das Auto nur noch für etwa 10 Prozent ihrer Wege.

Warum verzichten die Jungen aufs Auto?

Die Gründe sind vielfältig: Hohe Kosten (gerade beim Studium oder Berufseinstieg), Umweltbewusstsein, mangelnde Parkplätze in der Stadt und die Bequemlichkeit, jederzeit auf ein Auto zugreifen zu können, ohne sich um Wartung oder Versicherung kümmern zu müssen. Zudem schätzen sie die Flexibilität: Sie können spontan einen Sportwagen fürs Wochenende buchen oder einen Kleinwagen für den Stadtverkehr – je nach Bedarf.

Herausforderungen und Ausblick: Wie geht es weiter?

Trotz des Erfolgs steht das Carsharing in der Schweiz vor Hürden. Der Markt wächst rasant, aber nicht alle Probleme sind gelöst. Neue Anbieter drängen auf den Markt, die Technologie entwickelt sich weiter, und die Politik muss nachziehen.

Wachstum von App-basierten Anbietern

Neben den Grossen etablieren sich spezialisierte Dienste: Sharoo und Carvelo (für Auto- und Lieferwagen-Vermietung) sowie Mobility Go für kurze Mieten ohne Abo. Auch Peer-to-Peer-Plattformen wie Mylook (Mieten von privaten Autos) gewinnen an Bedeutung. Diese Vielfalt ist gut für die Nutzer, aber sie zersplittert den Markt. Wer alle Optionen nutzen will, braucht mehrere Apps und Accounts. Eine Vereinheitlichung (etwa über die SBB-App) wäre wünschenswert.

Autonomes Carsharing – die nächste Revolution

Pilotprojekte in Sitten und Zürich testen autonome Carsharing-Fahrzeuge. In Sitten fährt ein selbstfahrender Shuttle der Firma NAVYA ohne Fahrer durch die Stadt – per App gerufen, bringt er die Passagiere an ihr Ziel. In Zürich testet die ETH gemeinsam mit Mobility ein autonomes Fahrzeug, das ohne Fahrer auskommt. Die Technologie ist noch in der Erprobungsphase, aber die Vision ist klar: In zehn Jahren könnten Carsharing-Autos selbstständig zu den Kunden fahren, ohne dass man zur Station gehen muss. Das würde die Nutzerzahlen nochmals massiv steigern.

Regulatorische Hürden

Der grösste Bremsklotz ist der Mangel an geeigneten Parkplätzen für Carsharing-Fahrzeuge. In vielen Städten sind die vorhandenen Stationen überlastet. Neue Stationen benötigen Konzessionen und oft politische Mehrheiten – das dauert Jahre. Zudem sind die Tarife für öffentliche Parkplätze in den Stadtzentren hoch, was die Betriebskosten für die Anbieter in die Höhe treibt. Die Politik ist gefragt: Städte wie Luzern und St. Gallen haben bereits erfolgreich Carsharing-Parkplätze in der Innenstadt ausgewiesen und subventionieren die Anbieter. Andere Gemeinden sollten diesem Beispiel folgen.

Prognose: Verdoppelung der Nutzer bis 2030

Branchenkenner rechnen mit einer Verdoppelung der Nutzer auf über eine Million bis 2030. Um von diesem Trend zu profitieren, lohnt sich der Umstieg jetzt. Vergleichen Sie auf unserer Website die aktuellen Tarife und testen Sie Carsharing mit einem Gratis-Monat bei Mobility oder Catch-a-Car – sparen Sie noch heute bares Geld!

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